Ausbildung

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Ausbildungskurs zur Jägerprüfung

Vorerst findet keine Ausbildung statt. Bitte keine Anfragen!

Informationen erteilt unsere Ausbildungsleiterin
Petra Philipps-Neubert, Mobil 0171-2162910

Lehrgangsgebühren EUR 850,00

Jagdrecht

Wer sich dafür interessiert, Jägerin bzw. Jäger zu werden, der wird wissen, dass das keine Entscheidung wie für ein beliebiges Hobby oder eine Sportart ist. Wer jagen will, muss sich in einem genau definierten gesetzlichen Rahmen bewegen und die erforderlichen Kompetenzen dazu erwerben und in einer Prüfung nachweisen.

Schon im ersten Paragrafen des Bundesjagdgesetzes wird betont, dass zur Jagd auch immer die Pflicht zur Hege gehört. Das Hessische Jagdgesetz macht hier schon gleich am Anfang in § 1 konkretere Angaben:

  • Tiere und Pflanzen im jeweiligen Naturraum haben Jäger zu erhalten und bedrohte Arten zu schützen.
  • Den Lebensraum des Wildes haben Jäger zu fördern und zu schützen.
  • Jäger haben Wild artgerecht zu hegen und weidgerecht zu bejagen, ohne dass dem Wild vermeidbare Schmerzen oder Leiden zugefügt werden.
  • Die Wildbestände müssen von den Jägern den Möglichkeiten und der Leistungsfähigkeit des Naturraums angepasst werden.
  • Diese Ziele sollen Jägerinnen und Jäger möglichst weitgehend in eigener Verantwortung verwirklichen.

Eins wird damit von Anfang an deutlich: Wer in der heutigen Zeit jagen will, der muss auch bereit sein, zu hegen und diese Verantwortung für Tiere, Pflanzen, Lebensräume und Natur zu übernehmen. Ohne diese Grundvoraussetzung im Blick zu haben, sollte sich niemand zum Ablegen der Jägerprüfung entscheiden.

Jägerprüfung
Wer Jägerin oder Jäger werden möchte, der muss vorher an einem anerkannten Lehrgang teilgenommen und die Jägerprüfung mit Erfolg abgelegt haben. Dazu müssen verständlicherweise vielfältige theoretische und praktische Kenntnisse und Befähigungen in mehreren Bereichen nachgewiesen werden, da mit dem Bestehen der Prüfung schließlich auch das Privileg zum Führen einer Waffe und zum Töten von Wirbeltieren ohne Betäubung einhergeht.

In Hessen werden im Frühjahr und im Herbst die Jägerprüfungen auf der Grundlage der Paragrafen 4 bis 21 der Hessischen Jagdverordnung von ehrenamtlich tätigen Jägerprüfungsausschüssen im staatlichen Auftrag durchgeführt. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen, praktischen und mündlichen Teil und aus der Schießprüfung. Dabei wird in den vier Sachgebieten Wildbiologie, Jagdbetrieb, Waffen und Recht geprüft. Die möglichen Fragen und Antworten der schriftlichen Prüfung können auf den Internetseiten der Oberen Jagdbehörde beim Regierungspräsidium Kassel eingesehen und heruntergeladen werden.

Ausbildung

Seit mehr als einem halben Jahrhundert führt der Jagd-Club Bad Nauheim anerkannte Ausbildungslehrgänge zur Vorbereitung auf die Jägerprüfung durch. Ein erfahrenes und engagiertes Ausbildungsteam steht dabei während der gesamten Kursdauer zur Verfügung und orientiert sich konsequent an dem ministeriell genehmigten Ausbildungsrahmenplan.

Der Kurs beginnt jährlich im Mai, kostet 850 € und bereitet in der Regel auf die Jägerprüfung im Frühjahr (April/Mai) des Folgejahres vor. Je nach Ausbildungsstand kann der Kurs aber auch eineinhalb Jahre bis zur Prüfung zum Herbsttermin (September/Oktober) oder zwei Ausbildungsjahre bis zum Frühjahrstermin (April/Mai) zwei Jahre nach Kursbeginn besucht werden.

Wer nach einem Jahr Ausbildung im April/Mai einen der drei Prüfungsteile (Schießprüfung, schriftliche Prüfung und praktisch-mündliche Prüfung) nicht besteht, kann diesen Prüfungsteil dann im Herbst oder im nächsten Frühjahr erneut ablegen und unseren Kurs weiterhin kostenlos besuchen. Dies gilt selbstverständlich auch, wenn mehrere Prüfungsteile nicht bestanden wurden oder die Prüfung komplett wiederholt werden muss.

Regelmäßig wird an zwei Abenden pro Woche Unterricht in den vier Sachgebieten Wildbiologie, Jagdbetrieb, Waffen und Recht jeweils mit mehreren thematisch verschiedenen Lektionen angeboten. Pausiert wird nur in den hessischen Schulferien. Einige Exkursionen kommen auch am Wochenende hinzu.

Der Kurs findet überwiegend im Gasthaus „Zur Wetterau“ in Rockenberg-Oppershofen, im Forsthaus Winterstein oberhalb von Ober-Mörlen (jeweils 19 Uhr) oder als Exkursion in freier Natur statt. Der Schießstand „Im Jägertal“ in Büdingen wird jeden Samstag zur Schießausbildung genutzt und ist zugleich auch der Stand für die spätere Schießprüfung.

Alle Fragen zur Organisation und Durchführung der Ausbildung sowie zu den Kosten für Munition, Schießstand- und Prüfungsgebühren werden ausführlich besprochen anlässlich eines Informationsabends für alle Interessentinnen und Interessenten, die sich für den neuen Vorbereitungskurs anmelden wollen. Eine zwingend vorgeschriebene Jagdhaftpflicht- und Unfallversicherung wird rechtzeitig vor Kursbeginn für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer abgeschlossen.

Allgemeine Fragen zur Jägerprüfung können Sie direkt über das Kontaktformular an uns richten.

Für spezielle Auskünfte zu Einzelheiten der Ausbildung und zur Durchführung des Vorbereitungskurses steht Ihnen die hierfür zuständige Kursleiterin Petra Philipps-Neubert (E-Mail: patifipsneubert[at]gmail.com) zur Verfügung.